so … lange hab ich nix mehr von mir hören lassen, aber ich gelobe besserung. während der saison war es doch des öfteren sehr stressig. daher habe ich natürlich von einigen neuigkeiten zu berichten: mit dem verlauf meiner saison bin ich sehr zufrieden, zumal es im april nicht so aussah, als wenn ich überhaupt an wettkämpfen hätte teilnehmen können. ende märz bekam ich während des rad und lauftrainings vermehrt starke schmerzen im unteren rücken, was dann mitte april kurz vor beginn der wettkampfsaison in einem haarriss endete.
ich absolvierte ein schönes GA2 intervallprogramm auf der tartan-bahn des olympiastützpunktes in heidelberg. 7 mal 1000 m standen auf dem trainingsplan. bereits beim einlaufen auf dem gut gedämpften grassboden merkte ich ein ziemlich unangenehmes ziehen im rücken. aber was solls , 3:20 er tempo auf 1000 m wird schon gehen, ist ja eher eine extensive belastung. die ersten 4 mal 1000 gingen auch vom puls her ohne probleme , aber bei der 5. wiederholung machte es ratsch und ich lag da wie ein maikäfer.
konnte mich kaum bewegen und bin dann auf allen vieren zu meiner sporttasche gekrochen. dort war ich vor lauter schmerzen aber kaum in der lage mich hinzusetzen , geschweigeden mir die spikes auszuziehen. ich wollte meinen unteren rücken dehnen, weil ich dachte, es wäre eine verspannung oder blockade, aber beim versuch mich hinzulegen, war der schmerz so groß, das mir klar war : „junge du musst irgendwie ins krankenhaus“ aber selbst die knapp 1 km luftlinie waren für mich im humpeltempo zu viel, daher musste ich die hilfe von 2 joggerinnen annehmen, die so freundlich waren und mich ins krankenhaus gefahren haben.
nach ewigem warten, kam dann wenigstens die beruhigende diagnose, dass es kein bandscheibenvorfall war. laut arzt handelte es sich wohl um eine starke prellung (komisch ohne crash oder fremdeinwirkung) oder eben einen haarriss,was die MRT Aufnahme untermauerte .
4 wochen lang konnte ich nix trainieren, nicht mal 25 meter brustschwimmen mit pull-kick waren möglich. um meine schuhe zuzubinden, musste ich mich aufs komischste verrenken. denoch brauchte ich alleine fürs schnürsenkelbinden 10 minuten. nicht grade eine schöne situation für einen triathleten, der sich normalerweise viele stunden am tag bewegt.
nun ja, dank fleisiger pysiotherapie konnte ich dann langsam wieder ins training einsteigen. eigentlich dachte ich die komplette saison abschreiben zu können, aber dank der zahlreichen kilometer im GA1 bereich die ich im winter gesammlet habe, war die form auch nach 4 wochen pause noch ganz passabel. die ersten aufbauwettkämpfe liefen auch sehr gut, in seligenstadt konnte ich locker gewinnen und beim 2. rennen in saarlouis bei den saarlandmeisterschaften über die olympische distanz wurde ich hinter dem top ironman tobias gärtner 2. in der gesamtwertung. am ende bin ich dort nach einem 41 er schnitt auf dem rad noch ne 34 er zeit auf 10 km hintenraus gelaufen und das obwl ich bei km 7 auf der laufstrecke das tempo rausgenommen hab. das gab mir etwas selbstvertrauen zurück. außer 3 wettkämpfen der saison konnte ich alle anderen rennen gewinnen. meine schlechteste platzierung war der 5.platz beim traditionell sehr stark besetzten heidelbergman, wo ich bis zum ersten anstieg hoch zum königsstuhl sogar in führung lag. schlussendlich konnte ich aber immerhin den sieger des ironman roth michael göhner bezwingen, was die leistungsdichte des heidelbergmans zeigt.
leider musste ich aber auch meine erste niederlage seid über 4 jahren in einem sprintdistantzrennen ohne drafting hinnehmen. beim welzheimer triathlon, lief alles schief was schief laufen konnte, angefangen vom chaostripp bei der anreise mit dem zug (lange verspätung, zig mal umsteigen usw) dann musste ich auch noch mit meinem ersatzrennrad starten, weil mein zeitfahrrad einen tag zuvor platt gegangen ist.
den falschen schwimmanzug hatte ich auch noch eingepackt, weil der speedsuit für eine wechselzone die nur 3 meter neben dem see liegt nicht grade geeignet ist. dann habe ich gleich beim schwimmstart eine verpasst bekommen und an der 2. wendeboje einen umweg geschwommen. nach der hitzeschlacht bei 40 grad im schatten, konnte ich immerhin noch den 3. platz hinter den beiden top athleten christopher hettich und felix schumann, erringen. aber dann beim aushängen der ergebnissliste schaute ich nicht schlecht, als ich plötzlich nur 4. war, die streckenposten auf der laufstrecke hatten mir zugerufen, dass ich 3. sei. nun ja wahrscheinlich hatten die den 3.platzierten tom mager mit einem staffelläuffer verwechselt. ärgerlich aber was solls war ja eh nur als trainingseinheit gedacht. besonders toll war dann dir 120 km rückfahrt mit dem rennrad, bei 40 grad im schatten, zig bergen unterwegs und einem prall gefüllten rucksack mit pokal im gepäck
!!!!!!! Unterwegs hab ich glaube ich mindestens 8 liter wasser getrunken, was nicht immer leicht zu organisieren war, weil zu dem zeitpunkt das fussballländerspiel deutschland gegen argentienen lief.
alles in allem bin ich mit der saison sehr zufrieden, von 10 saisonrennen konnte ich 7 gewinnen, ein 2. platz , ein 4.sowie ein 5.platz gehen alsout in ordnung.
dazu konnte ich noch meine ausbildung zum fachangstellten für bäderbetriebe erfolgreich beenden. im nächsetn jahr wird wieder angegriffen.
momentan bin ich in der rekom-phase, also nur lockeres training, viel essen und einige semispezifische einheiten wie inline-skaten oder kajakfahren stehen auf dem trainingsplan.
ebenfalls bin ich grade dabei einige dinge in meinem umfeld umzustrukturieren, was nächstes jahr einige positive veränderungen bewirken wird, falls alles klappt. drückt mir die daumen.
lg hendrik